Die Trockenraseninseln im Weinviertel entlang des Grünen Bands Europas zählen zu den Handlungsschwerpunkten im Arten- und Lebensraumschutz in NÖ. Im Rahmen des Green Belt Camps werden auf ausgewählten Flächen in niederösterreichischen Gemeinden (Drasenhofen, Falkenstein, Wildendürnbach, Staatz) Erhaltungsmaßnahmen gesetzt. Die Maßnahmen dienen der Sicherung von FFH-Lebensraumtypen wie Lückige Kalk-Pionierrasen, Trespen- Schwingel-Kalktrockenrasen, Subpannonische Steppenrasen sowie europaweit und national geschützten Tier- und Pflanzenarten.
Die Pflegemaßnahmen finden in Form von ganztägigen Freiwilligeneinsätzen statt, an der sich die lokale Bevölkerung zusammen mit einem jährlich stattfindenden Freiwilligencamp mit jungen Erwachsenen aus aller Welt beteiligen kann. Durch bewusstseinsbildende Maßnahmen für die Bevölkerung in Form von Exkursionen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit in lokalen und regionalen Medien soll der Wissensstand vertieft werden.
Bereits seit 2015 wird die Zusammenarbeit der Gemeinden mit den jungen Erwachsenen, die durch das Service Civil International–Austria (SCI) organisiert werden, umgesetzt. Heuer findet das Green Belt Camp bereits zum elften Mal statt; von 04. September bis 19. September 2026.
Die Studie „Handlungsprioritäten im Arten- und Lebensraumtypenschutz in Niederösterreich“ der ARGE Handlungsbedarfsanalyse Naturschutz (Bieringer, G. & Wanninger K., 2011) dient als fachliche Grundlage für die mittelfristige Ausrichtung der Naturschutzarbeit in Niederösterreich. Dabei kommt dem Lebensraum Trockenrasen eine besondere Bedeutung zu. Das Handlungsfeld „Trockenraseninseln im Weinviertel“ (definiert in der Studie) benötigt aufgrund der Kleinräumigkeit und des hohen Isoliertheitsgrades der einzelnen Flächen spezielle Umsetzungsstrategien, um die Schutzgüter dauerhaft sichern zu können. Viele der naturschutzfachlich bedeutsamen Trockenraseninseln gelten als Grenzertragsstandorte und drohen ohne Nutzung bzw. Maßnahmen zu verbrachen, zu verbuschen oder zu verwalden. Seltene Lebensräume und Arten würden damit verloren gehen.
2026-2027
Die Green Belt Days finden jährlich im September am gesamten Grünen Band Europas statt. Von 11. bis 24. September werden im Zeichen des Europäischen Grünen Bandes Frieden und Natur gefeiert. Das Grüne Band Europa ist mit 12,500 km das längste "grüne Netzwerk" Europas und verbindet 24 Länder von Nord- bis Südeuropa. Mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten werden bei den Green Belt Days das einzigartige Natur- und Kulturerbe über die Grenzen hinweg gefeiert. Zudem werden die besonderen Landschaften und regionalen Schätze in den Vordergrund gebracht.
Wir zelebrieren dieses Erbe an der Thaya, die Österreich, Tschechien und die Slowakei verbindet. Gemeinsam mit der via donau werden mit Projektpartner*innen aus Tschechien und der Slowakei sowie mit einer Gruppe von internationalen jungen Erwachsenen den Fluss mit Kanus erkunden. Dabei lernen wir nicht nur etwas über die Gewässerökologie und Flussrestauration, sondern auch über die Thaya als Grenzfluss. Die Bootstour startet in Bernhardsthal und endet in Hohenau, wo die Thaya in die March mündet. Das Projekt wird von der "European Green Belt Association" finanziert.
Rückblick Green Belt Camp 2025
Rückblick Green Belt Camp 2024
Rückblick Green Belt Camp 2023
Rückblick Green Belt Camp 2022
Rückblick Green Belt Camp 2022: Weinviertler Klippenzone ![]()
Rückblick Green Belt Camp 2022: Zentrales Weinviertel ![]()
Eindrücke einer Green Belt Camp-Teilnehmerin 2021 ![]()
Rückblick Green Belt Camp 2019
Rückblick Exkursion nach Falkenstein 2019
Über das Naturdenkmal Heidberg in der Gemeinde Wildendürnbach
Mit diesem von der EU und dem Land Niederösterreich geförderten Projekt wird ein Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ geleistet.


