Naturschutzbund NÖ ruft zum Amphibienschutz an Straßen auf

Presseinformation: 23. Februar 2026

Mit den ersten milden Frühlingstagen beginnt die alljährliche Amphibienwanderung. Die Wanderung endet an den Straßen oft tödlich. Damit Frösche, Kröten und Molche ihre Laichgewässer sicher erreichen, werden Schutzzäune an Straßen aufgestellt und betreut. Zahlreiche Freiwillige sind mehrere Wochen lang täglich im Einsatz, um Kröte & Co. sicher über die Straße zu tragen. Bitte fahren Sie als Autofahrer*in besonders achtsam und rücksichtsvoll.
Jedes Jahr in den ersten Frühlingswochen nach dem Erwachen aus der Winterstarre beginnen Amphibien zu ihren Laichgewässern zu wandern, um sich fortzupflanzen. Auf dieser Reise müssen viele der Frösche, Kröten und Molche gefährliche Straßen überqueren und drohen dabei, überfahren zu werden. Das will der Naturschutzbund NÖ mit seinem Netzwerk an freiwilligen Amphibienzaunbetreuer*innen verhindern. Im Projekt „Amphibienschutz an NÖs Straßen“ engagieren sich mehr als 510 Freiwillige, die rund 205 Wanderstrecken betreuen. Mit der bewährten Zaun-Kübel-Methode werden Schutzzäune entlang der Straßen aufgestellt, die die Tiere in eingegrabene Kübel leiten. Die Zaunbetreuer*innen kontrollieren die Zäune täglich, tragen die Amphibien behutsam über die Straße und lassen sie auf der anderen Seite frei. „Alle Amphibienarten in Österreich stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten“, betont Thomas Horvath, Geschäftsführer des Naturschutzbund NÖ. „Die Hauptursachen sind der Verlust und die Zerschneidung ihrer Lebensräume sowie der Straßenverkehr. Umso wertvoller ist das Engagement der vielen Menschen, die Jahr für Jahr an Niederösterreichs Straßen aktiv werden und so einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.“

Autofahrer*innen können mithelfen
Während der etwa sechswöchigen Amphibienwanderung sind die Tiere vor allem abends und nachts unterwegs, besonders bei mildem, regnerischem Wetter. Der Naturschutzbund NÖ bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer*innen, wenn möglich andere Straßen zu nutzen. Ist das nicht möglich, gilt: Vorrang für Kröte & Co.! Bitte besonders vorsichtig entlang von Amphibienstrecken fahren, die Geschwindigkeit reduzieren und Rücksicht auf die Amphibien sowie die engagierten Zaunbetreuer*innen nehmen, die bei Dunkelheit im Einsatz sind.

Fotos zur Verwendung in Zusammenhang mit der Aussendung:
Erdkröte schaut aus Kübel (c) Axel Schmidt
Kröte in Kübel (c) Axel Schmidt
Erdkrötenpaar auf Straße (c) Sigrid Peer
Amphibien im Kübel (c) Florian Müller

Seit 2009 arbeitet der Naturschutzbund NÖ zusammen mit der Abteilung Straßenbetrieb und der Abteilung Naturschutz des Amtes der NÖ Landesregierung am Projekt „Amphibienschutz an NÖs Straßen“. Finanziert wird es aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung von EU und Land Niederösterreich. Mehr über die Artenschutzaktion sowie alle Amphibienstrecken in NÖ finden Sie unter https://www.noe-amphibienschutz.at.

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