Die Wiederherstellung von Feuchtflächen ist besonders wirkungsvoll, da sie oft gleichzeitig zur Biodiversitätsförderung und Klimawandelanpassung beitragen, sowie ebenso wichtige Maßnahmen gegen den Klimawandel darstellen. Dabei ist der Wasserhaushalt ein maßgeblicher Faktor für die Bewirtschaftbarkeit, den ökologischen Zustand und die Treibhausgasbilanz landwirtschaftlich genutzter (organischer) Böden. Eingriffe in den Wasserhaushalt sind jedoch komplex. Oft müssen wasserrechtliche Regelungen und Nutzungsrechte berücksichtigt werden. Entsprechend gibt es bürokratische Hürden und Vorbehalte von Grundeigentümer*innen, die eine Umsetzung erschweren.
Die Kernaufgabe des Projekts ist, wie die Verbesserung und der Erhalt von Biodiversität auf agrarischen Feuchtflächen in Österreich beschleunigt und unterstützt werden kann. Die Ziele im Projekt sind daher: Ein standortangepasstes Landnutzungsmanagement für den Wasserrückhalt, Biodiversität fördern, Kohlenstoff im Boden speichern, Lebensrealitäten von Grundeigentümer*innen und das öffentliche Interesse in Einklang bringen, sowie die Erweiterung von Interessensgemeinschaften für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtlebensräumen und Moorstandorten.
Das Ziel besteht darin, die Umsetzung von Wiederherstellungsmaßnahmen auf aktuellen oder ehemaligen Feuchtflächen gemäß der EU-Wiederherstellungsverordnung voranzutreiben. Konkret sollen mindestens 12 Wiederherstellungsprojekte in drei Bundesländern umgesetzt werden. Das in der Zusammenarbeit generierte Wissen über Hürden und Erfolge dient als Basis für einen Praxisleitfaden und Förderempfehlungen.
Es werden mindestens zwölf Umsetzungsprojekte in den Bundesländern Tirol, Steiermark und Niederösterreich durchgeführt. In Tirol werden in mindestens fünf Gebieten Pilotmaßnahmen zur Wiederanhebung der Wasserstände oder zur Verlangsamung des Wasserabflusses durchgeführt. In der Steiermark werden in mindestens fünf weiteren Gebieten im Ennstal und im Ausseeer Land Pilotmaßnahmen zur Bewirtschaftung oder Wiederanhebung der Wasserstände durchgeführt. In Niederösterreich werden in mindestens zwei Gebieten Pilotmaßnahmen zur Bewirtschaftung durchgeführt.
2026 - 2029
Das Projekt KoWiF wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft im Rahmen des Calls LE-77-02-BML-2025 gefördert.
