Naturschutzgebiet Schleinitzbachniederung

Naturschutzgebiet Schleinitzbachniederung © Norbert Sauberer

Am östlichsten Rand des Waldviertels nahe Maissau liegt die Schleinitzbachniederung. Trotz Austrocknungstendenz kommen in den Feuchtwiesen seltene Arten wie die Rosmarin-Kriech-Weide und die Sibirische Schwertlilie vor. Auch der Kiebitz findet hier noch einen geeigneten Lebensraum.

  • Lebensraum: Feuchtwiese
  • Gemeinde: Maissau
  • Größe: 1,25 ha
  • Ankauf: 1982, 2012
  • Schutz: Naturschutzgebiet seit 1981

 

Bedrohte Flora und Fauna

Am östlichsten Rand des Waldviertels nahe Maissau liegt die Schleinitzbachniederung. Aufgrund der Geländeform - einer lang gezogenen flachen Senke - kam es zur Ausbildung eines artenreichen Feuchtwiesenkomplexes mit Pfeifengras-Streuwiesen, Pfeifengras-Streuwiesenbrachen und frischen bzw. feuchten bis nassen Fettwiesen. Bemerkenswert ist das Vorkommen der Trollblume. Trotz Austrocknungstendenz findet man die Rosmarin-Kriech-Weide und die Sibirische Schwertlilie. Auch der Kiebitz findet hier noch einen geeigneten Lebensraum.
Das Naturschutzgebietes Schleinitzbachniederung befindet sich in keinem günstigen Erhaltungszustand. Die zunehmende Austrocknung des Gebietes macht sich bemerkbar. Das Gebiet v.a. auch zum Schutz des Großen Brachvogels als Schutzgebiet ausgewiesen, diese Vogelart nistet jedoch nicht mehr hier. Dies lässt sich wahrscheinlich die teilweise starke Verbrachung und Verbuschung mit Schilf und Weiden zurückführen, da viele der ehemaligen Feuchtwiesenflächen seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden.

Schutz und Management

Der Naturschutzbund NÖ konnte 1982 zwei Parzellen innerhalb des Naturschutzgebiets erwerben. Eine weitere Feuchtwiesenparzelle konnte 2012 über die Treuepunkte-Spendenaktion von dm drogeriemarkt angekauft werden. Um diese Flächen ist es noch relativ gut bestellt, sie werden nach naturschutzfachlichen Vorgaben bewirtschaftet. Auf einer der Flächen findet man eine Reihe gefährdeter Pflanzenarten wie Rosmarin-Kriech-Weide, Sibirische Schwertlilie und Feuchtwiesen-Prachtnelke, die anderen beiden sind mäßig intensiv genutzte feuchte bis frische Mähwiese.

Insgesamt besteht jedoch dringender Handlungsbedarf für das gesamte Naturschutzgebiet. Das größte Problem ist die zunehmende Austrocknung, ein weiteres ist die zunehmende Verbrachung und Verbuschung von Feuchtwiesen nach Aufgabe der Bewirtschaftung.

Factsheet Schleinitzbachniederung
Pflegekonzept für das Naturschutzgebiet Schleinitzbachniederung (1,4 MB)

 

Naturdenkmal Schleinitzbachniederung

Naturdenkmal Schleinitzbachniederung © Gabriele Pfundner

Neben den Wiesengrundstücken im Naturschutzgebiet Schleinitzbachniederung, ist auch eine 4.723 m² Feuchtwiesenparzelle in der KG Gumping, die aufgrund der wertvollen Vegetation zum Naturdenkmal erklärt wurde, im Besitz des Naturschutzbund NÖ.

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